Digitales Kabelfernsehen

Die wichtigsten Fakten zum Empfang via Antenne, Kabel und Satellit

Beim Fernsehempfang haben Verbraucher die Wahl zwischen Antenne, Kabel, Satellit und neuerdings Streaming (IPTV). Ob analog oder digital, war viele Jahre eine Frage der persönlichen Vorlieben und der vorhandenen Empfangsgeräte. 2012 nahm jedoch die endgültige Umstellung von analogem auf digitales Fernsehen ihren Lauf. Nachdem zunächst das Analogsignal über Satellit eingestellt wurde, wird Ende 2018 auch beim Kabel-TV der Wechsel von analog auf digital vollzogen sein. Viele Verbraucher stellen sich daher die Frage, was ihnen die Umstellung bringt, welche Technik für den digitalen Fernsehempfang erforderlich ist und was in diesem Zusammenhang Begriffe wie DVB-T, DVB-S oder DVB-C bedeuten.

Digital TV, Schema

Welche Vorteile bietet digitales (Kabel)Fernsehen?

Die Vorteile des digitalen Empfangs sind vielfältig. Hauptargument für den Umstieg von analog auf digital ist jedoch für viele Verbraucher der Empfang hochauflösender TV-Programme mit bis zu 1080p (Full-HD) sowie digitaler Radioprogramme mit brillanter Tonqualität. Hinzu kommt, dass einige Sender wie zum Beispiel “Tagesschau24”, “RTL Crime” oder “ZDFneo” ausschließlich digital zu empfangen sind. Ein weiterer Vorteil ist der praktisch kostenlos mitgelieferte elektronische Programmführer (kurz: EPG), der wie eine Programmzeitschrift einen Echtzeit-Überblick über das TV-Programm bietet.

Was ist für den digitalen Empfang notwendig?

Voraussetzung für den Empfang von digitalem Fernsehen sind eine digitale Signalquelle (Antenne, Satellit, Kabel oder IPTV) sowie Empfangsgeräte, die mit der jeweiligen Quelle kompatibel sind. Zwar ist es auch mit einem in die Jahre gekommenen Röhrenfernseher möglich, digitales Fernsehen zu empfangen. Um sämtliche Vorteile des digitalen Signals auszunutzen, ist jedoch ein HD-fähiger Fernseher von Vorteil. Dieser bringt zudem häufig interne Tuner (Empfänger) für DVB-T/T2, DVB-S/S2 und DVB-C/C2 mit, was den Kauf zusätzlicher Set-Top-Boxen (Receiver) überflüssig macht und Geld spart.

Digitaler TV Receiver

Was verbirgt sich hinter der Abkürzung DVB?

Das Kürzel “DVB” ist beim digitalen Fernsehempfang allgegenwärtig. Die drei Buchstaben stehen für “Digital Video Broadcasting” (Englisch für: digitale Videoübertragung). Dabei handelt es sich um einen technischen Standard zur Übertragung digitaler Inhalte, der – anders als die Beschreibung vermuten lässt – neben Fernsehen auch Radio, Surround-Sound, interaktive Dienste und EPG umfasst. Der Buchstabe hinter DVB wie zum Beispiel C, T oder S gibt an, auf welchem Weg das digitale Signal zum Empfänger gelangt. Aktuell gibt es die folgenden Übertragungswege:

Auf einen Blick: Das sind die Unterschiede zwischen DVB T, DVB S und DVB C

Die größten Unterschiede beim TV-Empfang via Antenne, Satellit oder Kabel finden sich bei:

– der regionalen Verfügbarkeit
– der Programmvielfalt
– den anfallenden Kosten

Die günstigste Möglichkeit, digitales Fernsehen zu empfangen, bietet nach wie vor DVB-T/T2. Einige Häuser besitzen noch eine Hausantenne. Ist diese nicht vorhanden, genügt in Ballungsgebieten eine preiswerte Zimmerantenne oder ein USB-Stick. Da die meisten Fernseher einen Antennenanschluss oder Tuner besitzen, ist für DVB-T kein neues Gerät erforderlich. Für den Empfang des neuen DVB-T2 kann jedoch der Kauf eines neueren Fernsehers oder kompatiblen Receivers nötig sein. Die Programmvielfalt von DVB-T ist jedoch im Vergleich zu anderen Empfangsarten gering.

Digitales Sat-TV ist im ganzen Bundesgebiet über Satellitenschüssel verfügbar. Die Programmvielfalt ist durch die Möglichkeit, den Satelliten zu wechseln, riesig und die meisten Sender sind kostenlos in HD zu empfangen. Bis auf die privaten Sender, für die der Abschluss eines kostenpflichtigen HD+-Abos erforderlich ist. Für den Empfang von DVB-S/S2 ist ein Fernseher mit Sat-Tuner oder ein Receiver erforderlich. Mit DVB-S2 ist Sat-TV für die Zukunft des UHD-/4K-Fernsehens gerüstet.

Kabelfernsehen ist nur kostenpflichtig zu empfangen und setzt einen DVB-C-Anschluss (eine Buchse zum Einstecken des Kabels zum Fernseher) voraus. Die Programmvielfalt ist geringer als bei Sat-TV, jedoch größer als bei DVB-T und DVB-T2. Zudem ist Kabel unabhängig vom Wetter und atmosphärischen Störungen. Weiterer Vorteil: Die meisten HD-Programme – auch die der Privaten – sind bereits im monatlichen Preis enthalten.

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